RWA
Gesetzliche Grundlagen und technische Regeln
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sind ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes. Im Brandfall können sie dazu beitragen, Rauch und Wärme gezielt aus Gebäuden und Räumen abzuleiten. Dadurch können Flucht- und Rettungswege länger nutzbar bleiben und die Feuerwehr bei ihren Löscharbeiten unterstützt werden.
Neben dem Schutz von Menschen können Maßnahmen zur Rauch- und Wärmefreihaltung dazu beitragen, Schäden an Gebäuden, Einrichtungen und Sachwerten zu begrenzen.
Welche Anforderungen an eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage gestellt werden, hängt unter anderem von der Gebäudeart, Nutzung, Bauweise, Größe und dem jeweiligen Schutzziel ab. Bei Planung, Bemessung, Ausführung und Instandhaltung sind die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben, technischen Baubestimmungen, Normen und gegebenenfalls weitere technische Regeln zu berücksichtigen.
Bayerische Bauordnung (BayBO)
Die Bayerische Bauordnung enthält Anforderungen an den Brandschutz und die Entrauchung von Gebäuden. So müssen notwendige Treppenräume so ausgebildet sein, dass sie im Brandfall ausreichend lange genutzt werden können und zur Unterstützung wirksamer Löscharbeiten entraucht werden können.
Art. 33 BayBO sieht hierfür unter anderem Öffnungen zur Rauchableitung bzw. entsprechend geeignete bauliche Lösungen vor. Die konkreten Anforderungen richten sich nach der jeweiligen baulichen Situation und den Vorgaben der Bauordnung.
Darüber hinaus können für bestimmte Gebäude und Nutzungen zusätzliche Anforderungen aus Sonderbauvorschriften entstehen, beispielsweise für Verkaufsstätten oder Versammlungsstätten.
DIN 18232 – Rauch- und Wärmefreihaltung
Die Normenreihe DIN 18232 „Rauch- und Wärmefreihaltung“ behandelt unterschiedliche Bereiche der Rauchableitung und Rauchfreihaltung.
Für natürliche Rauchabzugsanlagen ist insbesondere DIN 18232-2 relevant. Sie behandelt die Bemessung, Anforderungen und den Einbau natürlicher Rauchabzugsanlagen (NRA). Weitere Teile der Normenreihe befassen sich beispielsweise mit maschinellen Rauchabzugsanlagen, Wärmeabzügen sowie Anforderungen an Energieversorgungen und Steuertafeln.
Ergänzend sind die europäischen Normen der Reihe DIN EN 12101 für verschiedene Komponenten und Systeme der Rauch- und Wärmefreihaltung von Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise natürliche Rauch- und Wärmeabzugsgeräte sowie weitere Systemkomponenten.
VdS-Richtlinien
Neben den gesetzlichen Vorgaben und Normen können je nach Gebäude, Nutzung und Schutzziel auch VdS-Richtlinien eine wichtige Rolle spielen.
Die VdS 2098:2022-10 enthält Richtlinien für die Planung und den Einbau natürlicher Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (NRA). Sie gilt insbesondere für Räume mit vertikaler Rauchableitung über das Dach durch thermischen Auftrieb sowie für eingeschossige Gebäude und das oberste Geschoss mehrgeschossiger Gebäude.
Je nach Art der Anlage und Ausführung können weitere VdS-Richtlinien relevant sein. Die VdS-Regelwerke umfassen unter anderem Anforderungen an Komponenten, Ansteuerungen und verschiedene Arten von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen.
Regelmäßige Prüfung und Instandhaltung
Damit eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage im Brandfall zuverlässig funktioniert, sind regelmäßige Überprüfungen, Wartungen und Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich. Dabei sind insbesondere die Vorgaben des Anlagenherstellers sowie die für die jeweilige Anlage geltenden gesetzlichen und technischen Anforderungen zu beachten.
Die Anforderungen können je nach Anlagentyp – beispielsweise bei natürlichen oder maschinellen Rauchabzugsanlagen – unterschiedlich sein.
Feuerschutz Schönsteiner unterstützt Sie bei der fachgerechten Wartung und Prüfung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. Wir sind bayernweit tätig und betreuen Kunden schwerpunktmäßig im Großraum Nürnberg.
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Wir beraten Sie gerne zu Wartung, Prüfung und den Anforderungen an Ihre Rauch- und Wärmeabzugsanlage.

